Das Schulprogramm der FDRS

Stand: September 2019

Das vorliegende Schulprogramm stellt die verschiedenen pädagogischen Konzepte dar, die an der Franz-Dinnendahl-Realschule in den vergangenen Jahren erarbeitet wurden und aktuell um­gesetzt werden. Es handelt sich dabei um die Beschreibung und Dokumentation des Ist-Zustan­des und eine Zusammenfassung der Übereinkünfte und Ergebnisse unserer prozessorientierten Arbeit, die wir durch regelmäßige Evaluation weiterentwickeln und optimieren.

Wir verstehen Schule als lernendes System, das von der Zusammenarbeit aller an Schule betei­ligten Akteure lebt: den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern und Erziehungsberechtigten und den außerschulischen Partnern.

Inhalt

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1. Unsere pädagogische Grundorientierung

Die Franz-Dinnendahl-Realschule liegt in Essen-Kray und grenzt an den Stadtteil Essen-Steele. In diesem Schuljahr 2019/20 besuchen rund 460 Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migra­tionshintergrund unsere Schule. Darunter befinden sich insgesamt 40 Kinder mit unterschiedli­chen Unterstützungsbedarfen, die sowohl zielgleich als auch zieldifferent in insgesamt zwölf Klassen unterrichtet werden. Den Unterricht gestalten 30 Lehrerinnen und Lehrer, eine Lehr­amtsanwärterin und ein Lehramtsanwärter, zwei Sonderpädagoginnen und zwei Sozialpädago­ginnen.

An unserem Schulstandort, der durch eine große Heterogenität der Schüler- und Elternschaft im Hinblick auf die Bildungs- und Einkommensverhältnisse gekennzeichnet ist, haben wir die Er­fahrung gemacht, dass ein Klima gegenseitiger Anerkennung, Akzeptanz und Wertschätzung die Voraussetzungen für eine gute Lernatmosphäre sind.

Deswegen legen wir an der Franz-Dinnendahl-Realschule bei der Erziehung und Bildung der Schülerinnen und Schüler besonderen Wert auf die konstruktive Zusammenarbeit aller am Schulleben beteiligten Personen. Wir bemühen uns um ein Schulklima mit einer positiven Lern­atmosphäre, das die Basis für das persönliche Wohlbefinden und den individuellen Lernerfolg ist. Das Miteinander ist uns wichtig. Dabei verstehen wir uns als eine große Schulgemeinschaft, in der das Wort WIR von elementarer Bedeutung ist.

Das WIR steht im Zentrum unseres Leitbildes, das vom Kollegium im Schuljahr 2017/18 im Rahmen einer schulinternen Fortbildung entwickelt worden ist. Die Schülerinnen und Schüler haben den Grundgedanken des Leitbildes Form und Ausdruck verliehen, indem jede/r Einzelne von ihnen ein Bild dazu gestaltet hat. Alle Bilder wurden danach eingescannt und ergeben ein buntes „WIR“, das auf ein riesiges Mesh-Banner gedruckt wurde und sich auf einer Fläche von 6 mal 9 Metern an der Außenfassade unserer Schule befindet.

Anlässlich eines Schulfestes im Schuljahr 2018/19 wurden T-Shirts mit dem WIR-Logo von der Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler und vom gesamten Kollegium bestellt. Sie werden regelmäßig von vielen Mitgliedern der Schulgemeinschaft getragen, was die hohe Identifikation aller mit der Schule unterstreicht.

Das Schulleben mit dem gemeinsamen Lernen, Leben und Erleben ist uns sehr wichtig. Für uns ist Unterricht das Kerngeschäft: die Ausbildung und Förderung persönlicher und fachlicher Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen hat oberste Priorität. Wir versuchen, alle Schüle­rinnen und Schüler in ihren Stärken und Talenten individuell zu fördern und zu fordern. Das ge­schieht im täglichen Unterricht und Umgang miteinander. Deswegen ist auch das soziale Lernen von unschätzbarem Wert. Aus diesem Grund wird in jeder Jahrgangsstufe wöchentlich eine Stunde „Werteerziehung“ erteilt. Das Werteerziehungskonzept begünstigt das Lernklima und unter­stützt die Schülerinnen und Schüler in ihrem friedlichen Umgang miteinander. Der Unterricht im Fach Werteerziehung wird in jedem Jahrgang von der Klassenleitung erteilt und hat zum Ziel, die Schülerinnen und Schüler in ihrer sozialen Entwicklung zu stärken. Wir sind der Überzeu­gung, dass persönliches, soziales und fachliches Lernen untrennbar miteinander verbunden sind.

Alle am Schulleben Beteiligten fühlen sich dem Bemühen verpflichtet, möglichst alle Schülerin­nen und Schüler in allen Bereichen so gut zu unterstützen und zu fördern, dass sie den für sie besten Schulabschluss erreichen und ihre Potenziale entdecken und entfalten können.

Diese pädagogische Grundorientierung ist die Basis für alle Konzepte, die unserer täglichen pä­dagogischen Arbeit zugrunde liegen und die auf unserem Leitbild basieren.

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2. Unser Leitbild

Wir heißen jeden willkommen

Das Wohlfühlen in unserer Schule ist wichtige Voraussetzung für die Freude am Lernen und Lehren. Die Wertschätzung allen Personen sowie Gegenständen gegenüber ist uns wichtig. Vertrauen, Respekt und Hilfsbereitschaft sind dabei die Grundbausteine für unsere Willkommens- und Wohlfühlkultur. Wir bestärken uns gegenseitig, einander nicht gleichgültig zu sein und mutig füreinander einzutreten.

Wir lernen und lehren zusammen

Das Kollegium bereitet zusammen mit Eltern, Erziehungsberechtigten, externen Beratungsstellen, Betrieben und Vereinen sowie weiteren engagierten Personen unsere Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben in sozialer Verantwortung vor.

Wir leben Schule

Neben dem Erfüllen des Bildungsauftrags in Form von Unterricht wird unser schulischer Alltag durch eine gelebte Schulkultur bereichert. Wir erweitern unseren Horizont und gestalten aktiv unser Schulleben zusammen. Dabei können Schülerinnen und Schüler zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen, eigenen Interessen nachgehen und an der Entwicklung des Schullebens mitwirken.

Wir verstehen Vielfalt als Chance

Unsere Schülerinnen und Schüler werden mit ihren unterschiedlichen Lern- und Lebensbiografien gefördert und gefordert. Niemand wird wegen seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung, seiner ethnischen Herkunft, seiner Sprache, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauung oder seiner Behinderung benachteiligt oder bevorzugt.

Wir beugen vor

Wir an der Franz-Dinnendahl-Realschule setzen auf Präventionsarbeit: Wir schärfen das Bewusstsein für Gesundheit, den wachen Blick für unsere Umwelt und legen Wert auf Gleichberechtigung. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Prävention von Gewalt und Mobbing. Das Trainingsraumkonzept, soziales Kompetenztraining sowie die Schülerstreitschlichter sind wesentliche Grundelemente unserer schulischen Praxis.

Wir entwickeln uns ständig weiter

Ein kontinuierlicher Wandel unserer Schule gehört zu unserem Selbstverständnis. Systemische Schul- und Unterrichtsentwicklung lassen sich vor allem in kompetenzorientiertem Unterricht und regelmäßigen Fortbildungen erkennen. Der Austausch untereinander und das Arbeiten im Team sind für uns selbstverständlich und gehören zu unserem professionellen Handeln dazu.

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3. 67,5-Minuten-Modell

Das Stundenraster von 45 Minuten ist den Schulen über 100 Jahre lang vorgeschrieben worden. Es stammt aus einer Zeit, in der die Schulzeit in der Regel aus Vorträgen des Lehrpersonals und lehrerzentriertem Unterricht bestand. Moderne Unterrichtsformen zum schülerzentrierten, koope­rativem Lernen mit Partner- und Gruppenarbeit, Schülerexperimenten, einem regen Wechsel von Lern- und Vertiefungsphasen, der Umgang mit modernen Medien sowie Vorträgen von Schüle­rinnen und Schülern mit anschließender Diskussion benötigen mehr Zeit und Ruhe.

Mit Beginn dieses Schuljahres versuchen wir unsere Unterrichtszeiten zu optimieren und zu „entschleunigen“. Der Schulalltag ist hektisch und immer neue Anforderungen werden an die Schule herangetragen. Neben fachlichen Inhalten sollen auch viele weitere Kompetenzen im Unterricht vermittelt werden. Von unseren Schülerinnen und Schülern wird erwartet, dass sie über soziale und methodische Kompetenzen verfügen, neue Medien sicher beherrschen und Lernen als Lebensaufgabe selbständig organisieren können. Guter Unter­richt muss dabei auch individuelle Lernwege eröffnen und Phasen der Vertiefung und Sicherung beinhalten. All dies konnte aber in den bisherigen 45-Minuten immer schwerer erreicht werden. Daher haben wir nach reiflicher Überlegung beschlossen das 67,5-Minuten-Modell zu erproben.

Was ist neu und was soll durch das 67,5-Minuten-Modell anders werden?

  • Es werden weniger Fächer am Tag unterrichtet.
  • Die einzelnen Stunden enthalten mehr Zeit für Übungs- und Vertiefungsphasen oder für Experimente.
  • Es gibt weniger Raumwechsel.
  • Die Taschen der Schülerinnen und Schüler werden leichter, da für einen Tag weniger Unterrichtsmaterialien benötigt werden.
  • Der Schultag wird nicht kürzer, es wird nicht weniger unterrichtet, aber der Tag wird ent­schleunigt und für alle Lehrenden und Lernenden ruhiger.

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4. Lernen zu Lernen – Die Bedeutsamkeit von Lernstrategien

Mit dem Übergang in die Realschule wird ein erhöhtes Maß an Selbstständigkeit gefordert. Um diese Selbstständigkeit zu fördern, findet an der Franz-Dinnendahl-Realschule jedes Halbjahr ein Lernen-zu-Lernen-Tag für alle Klassen aller Jahrgänge statt. Der Tag wird i.d.R. vom Klassenlehrer durchgeführt und im Klassenverband abgehalten. An diesem Schwerpunkttag befasst sich jede Schulklasse mit einem Baustein rund um das Thema „Besser Lernen“.

Themenbeispiele LzL-Tag:

  • Mindmapping
  • Plakatgestaltung
  • Gutes Benehmen und Regeln einhalten
  • Welcher Lerntyp bin ich?
  • Lernen mit allen Sinnen
  • Texte erschließen

Darüber hinaus ist „Lernen zu Lernen“ (LzL) im 5. Jahrgang mit einer Stunde pro Woche fest im Stundenplan verankert, um grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten der Selbstorganisation zu erlernen. Diese sind für die erfolgreiche Bewältigung des Lernpensums einer weiterführenden Schule unverzichtbar und fördern zusätzlich das selbstständige Lernen.

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5. Wahlpflichtunterricht

Im Schuljahr 2019/2020 werden die folgenden Wahlpflichtfächer unterrichtet:

  • Technik (derzeit werden auf Grund der großen Nachfrage zwei Kurse angeboten)
  • Biologie/ Chemie
  • Sozialwissenschaften (neu seit dem Schuljahr 2019/2020)
  • Französisch

Geplant ist die Erweiterung des aktuellen Angebots um das Fach „Informatik“.

Vorgehensweise zur Wahl des Wahlpflichtunterrichts

  1. Vorstellung aller Wahlpflichtfächer an gesonderten Erkundungstagen im zweiten Schulhalbjahr
    1. Schülerinnen und Schüler erhalten im Klassenver­band jeweils eine Doppelstunde (90 Minuten) Schnupperunterricht in jedem neuen WP-Fach.
  2. Wahl des gewünschten Wahlpflichtfaches mit Hilfe anhand von Wahlzetteln, auf denen der Erst-, Zweit- und Drittwunsch angegeben wird.

Leistungsanforderungen

Im Wahlpflichtunterricht werden die schriftlichen und sonstigen Leistungen der Schülerinnen und Schüler bewertet.

Einmal im Schuljahr ist ein Projekt (mit fest umrissener Aufgabenstellung und vorgegebener Auswertungsstruktur) als Ersatz für eine Kursarbeit erlaubt. Dieses Projekt muss jedoch vor Be­ginn von der Schulleitung genehmigt werden.

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6. Vertretungskonzept

Im schulischen Alltag ist der Vertretungsunterricht ein fester Bestandteil, der z.B. durch Klassen­fahrten, Unterrichtsgänge, Projekte einzelner Klassen, Exkursionen, Teilnahme an Wettbewer­ben, Prüfungen, Unterrichtsbesuche, Fort- und Weiterbildungen, Erkrankungen, etc. entsteht.

Regelungen für den Vertretungsunterricht müssen getroffen werden, um den Ausfall von Unter­richtszeiten möglichst zu vermeiden.

Qualität und Kontinuität von Unterricht werden durch eindeutig formulierte Grundsätze für den Vertretungsunterricht und durch transpa­rente und nachvollziehbare Regelungen für alle an Schule beteiligten Akteure gewährleistet

  • Bei einer geplanten Abwesenheit einer Lehrkraft stellt diese den Vertretungskräften Ar­beitsunterlagen zur Verfügung, damit eine konkrete inhaltliche Weiterführung des Unter­richts gewährleistet werden kann. Arbeitsmaterialien sind in diesem Falle zu hinterlegen.
  • In den kurzfristig anfallenden Vertretungsstunden (z.B. Krankmeldungen am selben Tag) versuchen die Lehrkräfte ebenfalls Arbeitsaufträge noch zur Verfügung zu stellen und diese der Schule zukommen zu lassen.
  • In diesem Schuljahr sollen folgende weitere Möglichkeiten für einen Vertretungsunter­richt erarbeitet und erprobt werden:
  • Die Fachkonferenzen der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch erstellen einen Ord­ner für jede Jahrgangsstufe mit differenzierten Arbeitsmaterialien. Die bereitgestellten Materialien können im Idealfall zur gezielten Aufarbeitung individueller Leistungsdefizi­te oder aber auch der besonderen Förderung von Leistungsstärken einzelner Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden.
  • Alle Fachkonferenzen der „Nebenfächer“ erstellen ebenfalls Materialien für einen Ord­ner. Diese Arbeitsunterlagen müssen nicht unbedingt an die aktuellen Inhalte des Fachun­terrichts gekoppelt sein. Den zu bearbeitenden Arbeitsblättern sind eventuell Hilfen und/oder Möglichkeiten der Selbstkontrolle beigelegt.
  • Eine Kontrolle der bearbeiteten Materialien erfolgt durch den Fachlehrer in regelmäßigen Abständen.
  • Individuelle Förderung im Fach Deutsch (für alle Fächer) ist wie folgt angedacht:
  • „Bücherkoffer“: Kinder- und Jugendbücher werden gesammelt und stehen im Konferenz­raum für alle Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung.
  • Alle Schülerinnen und Schüler wählen zu Beginn des Schuljahres ein Buch aus, das sie in zukünftigen Vertretungsstunden lesen wollen.
  • Nutzungsmöglichkeiten:
    • „Lesezeit“ für alle Schülerinnen und Schüler
    • „Lesetagebuch“ mit Zusammenfassungen, Nacherzählungen, etc.
    • Abschreiben von Textabschnitten in „Schönschrift“
  • Ein weiterer Aspekt all dieser aufgezeigten Möglichkeiten ist die Förderung des eigen­verantwortlichen und selbstständigen Lernens.

Eine reibungslose Vertretungsplanung unter Berücksichtigung der beschriebenen organisatori­schen, pädagogischen und inhaltlichen Grundsätze setzt die Festlegung von Prinzipien voraus, die diese Planung ermöglichen.

Für die Schülerinnen und Schüler gilt:

  • Alle Schülerinnen und Schüler nehmen zu Beginn und zum Ende ihres Unterrichts den aktuellen Vertretungsplan zur Kenntnis.
  • Die Schülerinnen und Schüler halten die für den angekündigten Vertretungsunterricht erforderlichen Mate­rialien bereit.

Eine Klasse, die Vertretungsunterricht hat, erscheint pünktlich an dem auf dem Vertre­tungsplan angegebenen Raum.

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7. Medienkonzept

Die Digitalisierung unseres Alltags, die weitreichende Folgen für das Leben und Lernen unserer Schülerinnen und Schüler hat, erfordert eine neue Gewichtung der medialen Unterrichtsinhalte. Fast alle Schülerinnen und Schüler nutzen ohnehin täglich Smartphones, Tablets und Computer und sind zumindest im häuslichen Umfeld sehr häufig im W-Lan Netzwerk und somit online.

Deshalb sollte die zentrale Aufgabe der Schule sein, diese Medienaffinität der Jugendlichen sinnvoll zu kanalisieren, produktiv zu nutzen und unterstützend zu begleiten. Wir müssen unseren Schülerinnen und Schülern eine medienbezogene Reflexions- und Handlungskompetenz vermit­teln. Sie sollen lernen kritikfähig mit Mediensystemen umzugehen, diese sicher zu nutzen und effektiv als Ressource für ihre individuelle Biografie, besonders im Hinblick auf die Berufsfin­dung, auszuschöpfen.

Das Viersäulenmodell von Dieter Baake bildet die Grundlage unseres Medienkonzeptes (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung). Hier wird die Vermittlung von anwendungsbezogenen, gestalteten Kompetenzen einerseits und das Erlernen eines mündigen Umgangs mit neuen Medien andererseits miteinander verbunden.

Das Nutzen digitaler Medien hat in den letzten Jahren bei der Vermittlung von Wissen in allen Fächern immer mehr zugenommen. Hierdurch hat sich die Struktur der Lernprozesse von unse­ren Schülerinnen und Schülern sehr verändert. Das Recherchieren von Fachinhalten im Internet, das Nutzen von Textverarbeitungsprogrammen zur Erstellung von Dokumenten, besonders Be­werbungen und Online-Bewerbungen, werden in der heutigen Zeit vorausgesetzt. Dieser media­len Veränderung muss die Schule unbedingt Rechnung tragen, indem sie die Vorteile digitalen Lernens nutzt und Schülerinnen und Schüler beim Erlernen dieser Fähigkeiten unterstützt. Es geht hierbei nicht nur um den Umgang mit einschlägigen Programmen, sondern auch darum, Gefahren im Umgang mit dem Internet und den sozialen Netzwerken deutlich zu machen und die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, diesen Gefahren zu begegnen, das heißt, einen kompe­tenten Umgang mit Medien zu erlangen.

Unser Kernanliegen lautet daher: Was müssen unsere Schülerinnen und Schüler beherrschen, um in den Berufsalltag entlassen zu werden? Ebenso fordern die neuen Kernlehrpläne explizit den Einsatz der neuen Medien im Unterricht.

An der Franz-Dinnendahl-Realschule verfügen wir über einen Informatikraum mit 16 Arbeits­plätzen. Aktuell findet nur in der Jahr­gangsstufe 7 Informatikunterricht statt. Weitere Angebote, beispielsweise als WP-Fach in Jahrgangsstufe 7-10 sowie informatische Grundbildung in den Jahrgangsstufen 5 und 6 befinden sich in der Planung. Die Stadt Essen hat für das 2. Halbjahr des Schuljahres 2019/20 die Übergabe von zwei Tablet-Koffern mit jeweils 16 iPads zugesagt. Die damit einher­gehenden Veränderungen im Unterricht sowie deren Umsetzung werden aktuell intensiv im Kollegium diskutiert.

Der Begriff „Medienkompetenz“ darf nicht auf technische Fertigkeiten reduziert werden, son­dern muss als grundlegende Bildungsaufgabe von Schule verstanden werden, da es als neue Kulturtechnik betrachtet werden kann.

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8. Inklusion

An der Franz-Dinnendahl-Realschule werden im laufenden Schuljahr 2019/20 40 Kinder, verteilt auf 12 Klassen, mit den Unterstützungsbedarfen Lernen (LE), Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE), Geistige Entwicklung (GG), Sprachliche Qualifikation (SQ), Hören und Kommunikation (HK), Sehen (SE) sowie Körperliche und Motorische Entwicklung (KM) unterrichtet.

Zuständig für die Förderung sind zwei Sonderpädagoginnen sowie eine Sozialpädagogin.

Das derzeit vorliegende Inklusionskonzept, erstellt im Herbst 2017, kann aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen (mehr Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf bei weniger Stunden von Sonderpädagogen/-innen) nur noch eingeschränkt Anwendung finden.

Daher wird das Inklusionskonzept momentan überarbeitet.

Beratung und Förderung durch die Sonderpädagoginnen findet im Schwerpunkt in den Jahrgängen 5 und 6 statt. Für alle Lehrkräfte findet regelmäßig ein Mal pro Woche eine Beratungsstunde statt. Für die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf wird die Förderung im „Lernbüro“ derzeit erprobt.

Wesentliche Aspekte der Arbeit im Lernbüro:

Das Lernbüro ist täglich von der 1. bis zur 4. Stunde besetzt. Die Schülerinnen und Schüler kommen nach Absprache mit den Fachlehrern mit Material in das Lernbüro. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeleitet ihr Lernen selbständig zu organisieren. Zudem finden im Lernbüro die Wahlpflichtkurse und spezielle Förderstunden für einige Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf statt.

Die Arbeit im Lernbüro wird in einem Plan dokumentiert.

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9. Fördermaßnahmen

9.1 Ergänzungsstunden

Unsere Schule bietet in der Erprobungsstufe besondere Fördermaßnahmen an, damit alle Schülerinnen und Schüler so gefördert und gefordert werden, dass sie an der Schulform Realschule verbleiben können. Anknüpfend an die Lernerfahrungen der Grundschule führen die Lehrerinnen und Lehrer die Kinder in diesen zwei Jahren an die Unterrichtsfächer, Lernangebote und Unterrichtsmethoden der Realschule heran.

In je drei Erprobungsstufenkonferenzen und mindestens zwei pädagogischen Klassenkonferenzen wird die Entwicklung aller Schülerinnen und Schüler besprochen. Die soziale und intellektuelle Entwicklung des Kindes wird begleitet und der Kontakt zu den Eltern wird regelmäßig gesucht.

Zusätzlich zur Binnendifferenzierung in den einzelnen Unterrichtsfächern gibt es Ergänzungsstunden in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.

Diese Ergänzungsstunden gibt es auch in der 10. Jahrgangsstufe, um alle Schülerinnen und Schüler optimal auf die Zentralen Abschlussprüfungen vorzubereiten.

9.2 Hausaufgabenbetreuung

Als Kooperationspartner der Franz-Dinnendahl-Realschule ist der cse Essen Mitte e.V. für die Übermittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 zuständig.

Das Team der Übermittagsbetreuung der FDRS besteht aus einer Gruppe von acht pädagogisch qualifizierten Fach- sowie Lehrkräften der Schule. Es befinden sich jeden Tag vier Betreuer in der Zeit von 13-15 Uhr im Betreuungsraum um den Schülerinnen und Schülern bei den Hausaufgaben zu helfen.

Diese Arbeit steht im Vordergrund und wird zuerst von den Betreuern koordiniert. Anhand des Klassenbuchs wird überprüft, was aufgegeben wurde und anschließend werden die Hausaufgaben bei allen Schülerinnen und Schülern kontrolliert.

Wenn die Schülerinnen und Schüler die Hausaufgaben vorgezeigt haben, können sie in den Nebenraum gehen, damit die anderen in Ruhe weiterarbeiten können. In dieser Zeit kann das Spielesortiment genutzt werden. Im Anschluss an die Erledigung der Hausaufgaben können Bewegungsangebote in der Turnhalle oder auf dem Schulhof wahrgenommen werden.

Bei Nichterscheinen einer Schülerin oder eines Schülers in der Hausaufgabenbetreuung werden die Eltern umgehend telefonisch informiert. Dies gilt ebenso in einem Krankheitsfall oder einer Verletzung. Deswegen ist es besonders wichtig, dass der Betreuung immer die aktuelle Telefonnummer vorliegt.

9.3 Lerninsel

Im 2. Halbjahr des Schuljahres 2018/19 wurde für die Stufen 7 bis 10 (ergänzend zur Hausaufgabenbetreuung für die Stufen 5 und 6) eine Lerninsel eingerichtet. Dafür wurde ein bestehender Klassenraum umgestaltet, um eine schöne Arbeits- und Lernatmosphäre zu schaffen.

Aktuell haben Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 an drei Nachmittagen in der Woche im Zeitraum von 13:25 bis 15:00 Uhr die Möglichkeit, in ruhiger und entspannter Arbeitsatmosphäre, alleine oder mit Freunden, zu lernen und ihre Hausaufgaben zu machen. Betreut wird die Lerninsel von einer Sozialpädagogin, die für Nachfragen zu den Hausaufgaben/ Unterrichtsinhalten zur Verfügung steht. Für die Lerninsel ist keine Anmeldung notwendig, sodass die Schülerinnen und Schüler nach Bedarf entscheiden können, wann sie die Lerninsel besuchen möchten.

9.4 Lernförderung

Schülerinnen und Schüler, die vom JobCenter unterstützt werden, haben die Möglichkeit auf individuelle (über das Bildungs- und Teilhabepaket finanzierte) Lernförderung, die von Fachkräften in Kleingruppenform durchgeführt wird.

Wir arbeiten dafür mit dem cse (Caritasverband für die Stadt Essen e.V. und Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V.) zusammen. Eingebettet wird die Lernförderung in unsere Hausaufgabenbetreuung im Nachmittagsbereich, so dass keine zusätzlichen Wege für Nachhilfestunden entstehen.

9.5 Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS)

Die Franz-Dinnendahl-Realschule Essen nimmt sich der Aufgabe an, Schülerinnen und Schüler mit „besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens“ zu unterstützen und zu fördern. Dazu soll ein Konzept entwickelt werden, welches als Grundlage für eine bestmögliche Förderung dient. In dem Konzept sollen schulinterne Vereinbarungen getrof­fen und pädagogische Maßnahmen festgelegt werden. Unser Ziel soll es sein, Schülerinnen und Schüler mit „besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens“ gezielt und kontinuierlich zu fördern. Es ist unser Anliegen, ihre Nachteile auszugleichen und sie vor Misserfolgen und Versagensängsten zu schützen. Wir wollen erreichen, dass Diagnose, indivi­duelle Förderung und Überprüfung des Lernerfolges aufeinander abgestimmt werden, so dass eine intensive Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten realisiert werden kann.

9.6 Talentförderung

Durch die Teilnahme am „BuddY Programm“ haben wir vielfältige Informations- und Austauschanlässe mit der TalentMetropole Ruhr, die unter anderem das Schülerstipendienprogramm RuhrTalente mit dem Schwerpunkt auf Bildung und Ausbildung anbietet. Dabei können Jugendliche ab der Jahrgangsstufe 8 bis zum Beginn einer Berufsausbildung oder eines Studiums gefördert werden. Wir unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir sie ermutigen, an dem Programm teilzunehmen und ihnen beim Schreiben der Bewerbung behilflich sind.

9.7 Begabungsförderung

Die Begabungsförderung hat zum Ziel, die Potenziale und Stärken der Schülerinnen und Schüler anzuregen und bestmöglich im Schulalltag zu begleiten. Dabei sollen auch besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen werden. Im Rahmen des ECHA-Diploms, das zwei Kolleginnen absolviert haben, wird die Begabungsförderung angeleitet und soll in ein Begabungsförderungskonzept für die Franz-Dinnendahl-Realschule münden.

Die Themenschwerpunkte der Begabungsförderung sind:

  • Hilfe bei der Einführung eines Talentportfolios zur Erkennung der Stärken und Talente der Schülerinnen und Schüler (LzL)
  • Hilfe bei Fragen zum Thema Begabungen oder underachievement
  • Vermittlung eines passenden Praktikums mithilfe der Krupp-Stiftung in einem (handwerk­lichen) Bereich, in dem die Schülerin / der Schüler besondere Stärken aufweist
  • Aufbau eines Begabungsförderungskonzepts

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10. Soziales Lernen

10.1 Klassenrat

Der Klassenrat fördert demokratisches Miteinander und Partizipation in der Institution Schule. Er ist das demokratische Forum einer Klasse. In den wöchentlichen Sitzungen beraten, diskutie­ren und entscheiden die Schülerinnen und Schüler über selbstgewählte Themen: über die Ge­staltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte, über gemeinsame Planungen und Aktivitäten.

Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des Klassenrats bei. Der klar strukturierte Ablauf bildet ein Gerüst für Diskussio­nen und Entscheidungsprozesse – so erleichtert er den Schülerinnen und Schülern, sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen zu konzentrieren. Der Klassenrat wird von der Schulsozialpädagogin nach Absprache mit den Klassenleitungen im 5. Schuljahr eingeführt. Der Klassenrat soll in der Werteerziehungsstunde durchgeführt werden. Großes Konzept und alle Materialien werden von der Schulsozialpädagogin zusam­mengestellt und bei der Einführung des Klassenrats mitgebracht. Der Klassenrat ist ein fester Bestandteil im Schulleben und soll in jedem Jahrgang wöchentlich abgehalten werden.

10.2 Kompetenztraining

Das Kompetenztraining wird in den Jahrgangsstufen 5 und 6 einmal pro Woche für eine Unter­richtsstunde von der Schulsozialarbeiterin angeboten und gehört zum festen Bestandteil des Stundenplans.

Unter sozialen Kompetenzen versteht man eine Reihe von persönlichen Fähigkeiten und Ein­stellungen, die das Zusammenleben für Gruppen und jeden Einzelnen fördern und verbessern. Zu diesen Fähigkeiten und Einstellungen gehören:

Soziale Kompetenzen im Umgang mit sich selbst (Selbstbewusstsein, Eigenwahrnehmung, Mo­tivation) und soziale Kompetenzen im Umgang mit Anderen (Einfühlungsvermögen, Kritikfä­higkeit, Respekt, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung, Durchsetzungsfähigkeit, u.v.m.). Sozialkompetenz kann man von Natur aus besitzen oder erworben haben – aber in den meisten Fällen nutzen Menschen ihre soziale Kom­petenz nicht bewusst. Bereits Vorhandenes kann durch Übungen und Bewusstmachung verstärkt und anschließend gezielt eingesetzt werden. Noch Fehlendes wird trainiert und spielerisch eingeübt.

10.3 Trainingsraum

Das Trainingsraumkonzept dient der Qualitätssicherung von Unterricht und Erziehung an der Franz-Dinnendahl-Realschule in Essen. Ein Programm zur Stärkung der Eigenverantwortung und Reduzierung von Unterrichtsstörun­gen und Disziplinproblemen.

Ziele des Trainingsraum-Programms

Das erste und wesentliche Ziel des Programms besteht darin, die lernbereiten Schülerin­nen und Schüler zu schützen und eine positive Lernatmosphäre zu bieten.

Das zweite Ziel des Programms ist es, häufig störenden Schülerinnen und Schülern indivi­duelle Hilfen anzubieten, die darauf ausgerichtet sind, dass sie ihr Sozialverhalten verbessern und die notwendigen sozialen Schlüsselqualifikationen erwerben.

Das dritte Ziel des Programms besteht darin, die Eltern in den Prozess einzubinden. Nur mit ihrer Zusammenarbeit können wir die Schülerinnen und Schüler erreichen.

Das vierte Ziel ist es, durch Übernahme der Konfliktbearbeitung im Trainingsraum den Lehrerinnen und Lehrern eine Entlastung zu bieten, damit sie störungsfrei einen qualitativen, guten Unter­richt durchführen können.

Unterrichtsstörungen sollen vermieden und wertvolle Unterrichtszeit erhalten bleiben. Schüle­rinnen und Schüler sollen verstärkt angeleitet werden, Verantwortung für ihr Tun und Handeln zu übernehmen und die Rechte anderer zu respektieren.

Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.

Jede Lehrperson hat das Recht, ungestört zu unterrichten.

Jede/r muss die Rechte der anderen akzeptieren.

Wenn die Schülerinnen und Schüler diese Rechte verletzen, stören sie den Unterricht. Damit treffen sie die Entscheidung, den Unterricht zu verlassen. In einem besonderen Raum, dem Trainingsraum, erstellen sie mit den dort anwesenden Lehrern einen Plan, wie sie in Zukunft, ohne zu stören, am Unterricht teilnehmen wollen. Sobald die Kinder gelernt haben, Verantwortung für sich zu über­nehmen, können sie mit dieser neuen Fähigkeit auch zu Hause und in der Freizeit Probleme bes­ser bewältigen.

Schüler entwickeln ein wachsendes Gespür für Selbstverantwortung und eigenverantwortliches Handeln. Wir erwarten durch das Trainingsraum-Konzept an unserer Schule eine Entspannung des Klassen- und Schulklimas und mehr Freude beim Lernen.

10.4 Verspätungsschein

Der Unterricht beginnt mit dem Schulgong und wer es nicht pünktlich in den Unterricht schafft, muss sich im Trainingsraum einen V-Schein (Verspätungsschein) abholen, um den Unterricht besuchen zu dürfen. Wir möchten die Schülerinnen und Schüler dazu anhalten, pünktlich in der Schule zu erschei­nen. Wir sehen dies als Teil des Erziehungsauftrags, um die Schülerinnen und Schüler auf das spätere Berufsleben optimal vorzubereiten. Zu den Rahmenbedingungen eines störungsfreien Unterrichtes gehört die Pünkt­lichkeit. Jede Verspätung ist eine Unterrichtsstö­rung, die das Klima in der Klasse und die Quali­tät des Unterrichtes negativ beeinflusst.

Im Trainingsraum werden die Verspätungen in einer Klassenliste und zusätzlich auf einem Be­nachrichtigungsschein festgehalten. Außerdem findet immer ein kurzes Beratungsgespräch zwi­schen der Lehrkraft im Trainingsraum und dem/der verspäteten Schüler/in statt.

Erscheint ein/e Schüler/in dreimal verspätet zum Unterricht, erhält die Klassenleitung eine Be­nach­richtigung und kontaktiert die Erziehungsberechtigten telefonisch. Bei der fünften Ver­spätung kontaktiert die Schulsozialpädagogin die Erziehungsberechtigten und vereinbart gegebe­nenfalls ein Beratungsgespräch in der Schule. Die Benachrichtigungsscheine, die die Klassen­leitung erhält, dienen außerdem der Dokumentation in der Schülerakte und haben Platz für Ge­sprächsnotizen und Vereinbarungen.

Ziele:

  • Qualitätssicherung des Unterrichts
  • eine angenehme Lernatmosphäre für Schülerinnen und Schüler
  • Kompetenzstärkung der Schülerinnen und Schüler im Bereich Pünktlichkeit

10.5 Patensystem

Seit einigen Jahren übernehmen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 Patenschaften für die neue Jahrgangsstufe 5. Bereits am Kennenlernnachmittag vor den Sommerferien stellen sie sich vor, erklären was eine Patenschaft bedeutet und unterstützen ein wenig die zukünftigen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer. Besonders in den ersten Wochen des neuen Schuljahres betreuen die Paten die neuen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5, zeigen ihnen die Schule und stehen ihnen bei Fragen und Problemen mit Rat und Tat zur Seite. Auch begleiten die Paten ihre Klasse bei den ersten Ausflügen oder nehmen an Exkursionen teil. Die älteren Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 lernen so Verantwortung zu übernehmen und es entstehen jahrgangsübergreifende Kontakte und Freundschaften.

10.6 Schüleraufsichten

Jedes Jahr entscheiden sich engagierte Schülerinnen und Schüler aus dem 9. und 10. Schuljahr dazu, den Dienst als Schüleraufsicht zu übernehmen. Sie sind eine wertvolle Unterstützung für die Lehreraufsicht und übernehmen eine Mitverantwortung für die Ordnung, Sauberkeit und Si-cherheit in der Schule und um sie herum. Die Schüleraufsicht ist im Schulgebäude, auf dem Schulhof für die Klassen 5 und 6, am Mini-Kicker und an den Toiletten eingesetzt.

Die Schüleraufsichten sorgen in einem freundlichen Ton dafür,

  • dass sich Schülerinnen und Schüler während der Pause ordnungsgemäß verhalten und die Schulordnung einhalten. Zu Beginn der Pausen gehen die Aufsichten über die Hausgänge, um diejenigen, die sich noch in den Klassenräumen, Fachräumen oder auf den Fluren aufhalten, auf den Schulhof zu schicken.
  • dass sich niemand verletzt.
  • dass sie eine Hilfe vor allem für kleinere Schülerinnen und Schüler sind.

Die Schüleraufsichten erhalten für ihre ehrenamtliche Leistung einen Vermerk auf ihrem Zeugnis und ein Abschlusstreffen mit Speis und Trank als Dankeschön, welches vom Förderverein finanziell unterstützt wird.

10.7 Streitschlichter

Das Streitschlichter-Programm ist seit Jahren fester Bestandteil des Schulprogramms. An der Streitschlichter-Ausbildung nehmen Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 teil, so dass sie im folgenden Schuljahr fit sind, um Konflikte jüngerer Schülerinnen und Schüler zu schlichten. Die Treffen finden wöchentlich für eine Unterrichtsstunde statt.

Die Streitschlichter-Ausbildung soll dazu dienen, dass unseren Schülerinnen und Schülern ein konstruktiver Umgang mit Konflikten ermöglicht wird und sich das Klima in der Schulklasse und der Schule weiter verbessern kann. Die sozial-emotionalen Entwicklungsmöglichkeiten sowie Erfahrungen von Selbstwirksamkeit werden bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern maßgeblich gefördert. Auch für Eltern und Lehrkräfte stellt dieses Angebot eine Entlastung dar.

10.8 Ehrenamt

Bereits seit dem Schuljahr 2005/2006 haben die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, ein ehrenamtliches Praktikum zu absolvieren, da unsere Schule Kooperationsverträge mit verschiedenen Altenheimen, Kindergärten und Grundschulen abgeschlossen hat. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 können seitdem ehrenamtlich 20 Stunden in den verschiedenen Einrichtungen in der unterrichtsfreien Zeit arbeiten. Sie erhalten von uns nach Beendigung des ehrenamtlichen Praktikums oder der ehrenamtlichen Tätigkeit eine Bemerkung auf dem Zeugnis und ein offizielles Zertifikat über ihre Tätigkeit.

10.9 „Gute Fee“

Das Projekt nahm im Jahr 2017 seinen Anfang. Wir stellten fest, dass an verschiedenen Orten in unserer Schule Pfandflaschen im Restmüll landeten, sowohl von Kindern als auch Erwachsenen.

Wir haben begonnen, die Pfandflaschen zentral zu sammeln und deren das Pfandeinnahmen an­zusparen.

Eine Kollegin berichtete von einem ihrer Schüler, der aus verschiedenen Gründen keine Grund­ausstattung (bspw. Buntstifte, Geodreieck, Klebestift, …) hatte.

Es entstand die Idee, den Schüler einen Brief an die „gute Fee“ schreiben zu lassen (ähnlich wie ein Wunschzettel an das Christkind). Dieser Bitte kam der Schüler nach. Daraufhin finanzierten wir mithilfe des Pfandgeldes ein Materialpaket und verfassten einen Antwortbrief. Das war der Beginn eines offenen Unterstützungsprojektes.

Besonders die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 5 und 6 schreiben oft an die gute Fee der FDRS und wünschen sich kleine Ge­genstände für ihre Klasse (z.B. einen Klassenball) oder äußern immaterielle Wünsche wie bei­spielsweise Freundlichkeit auf dem Schulflur.

Die gute Fee beantwortet alle Briefe und findet für jeden Wunsch eine passende Lösung.

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11 Schulleben

11.1 Arbeitsgemeinschaften

Zusätzlich zu den Angeboten aus den Bereichen Sport und Kunst, die täglich m Rahmen der Übermittagsbetreuung gemacht werden, haben alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit an folgenden Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen:

  • Fußball-AG
  • Fahrradtour-AG
  • Erste-Hilfe-AG
  • Streitschlichter-AG
  • BuddY-AG
  • Benimmkurs-AG
  • Rechtskunde-AG (für alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen mit je einem Theorietag und einem Praxistag unter der Leitung des Vorsitzenden Richters am Essener Landgericht Dr. Wilfinger)

11.2 Klassenfahrtenkonzept

Wir legen als Franz- Dinnendahl- Realschule sehr viel Wert auf ein aktives Schulleben mit au­ßerschulischen Partnern und Lernorten. Unser vorrangiges Ziel ist dabei die kontinuierliche Stärkung des „WIR“- Gefühls. Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen unterrichtsgebundenen und nicht unterrichtsgebundenen Fahrten.

Bestandsaufnahme:

  1. Tagesfahrten
  2. Klassenfahrten
  3. Schulwandertage
  1. Tagesfahrten:

    1. WP- Fach Französisch:

      Es sind grundsätzlich folgende Kursfahrten möglich:

      - 7 fs- Kurs: Namur
      - 8 fs- Kurs: Lüttich
      - 9 fs- Kurs: Brüssel
      - 10 fs- Kurs: Paris (dreitägige Fahrt)

    2. Politische Bildung:

      - Gedenkstättenfahrt zum Anne-Frank-Haus nach Amsterdam (Jg. 8/9)
      - Landeszentrale für politische Bildung in Düsseldorf
      - z.B. politischer Extremismus (Jg. 10)
      - Haus der Geschichte in Bonn (Jg. 10)

    3. Unterrichtsgebundene Tagesfahrten:

      Die hier vorgestellten Fahrten sind beispielhaft zu verstehen, da grundsätzlich alle Unterrichtsfächer unterrichtsgebundene eintägige Tagesfahrten unternehmen kön­nen.

Jhg.-Stufe

Ort

Thema

An-/Abreise

Kosten

Besonderheiten

9/10

LWL- Hen­richshütte Hattingen

Hochofenreise

S-Bahn +zu Fuß

3€ für die Füh­rung und eventu­ell Fahrtkosten

Wetterfeste Klei­dung und festes Schuhwerk

7

Aachener Dom

Karl der Große

Bahn

12,50€ inkl. Eintritt/Führung

Aachen-Rallye vorhanden

  1. Klassenfahrten:

    1. Dreitägige Klassenfahrten:

      Dreitägige Klassenfahrten dienen in der Regel zum Kennenlernen in den Klassen 5/6. Aus diesem Grund werden Ziele in der näheren Umgebung (z.B. Essen- Baldeneysee, Essen-Heisingen, Essen-Kettwig etc.) bevorzugt. Ortsnahe Ziele ermöglichen, einzelne Schülerinnen und Schüler zum Schlafen nach Hause zu entlassen, so dass sie am nächsten Morgen wieder am Teamerlebnis teilnehmen können. Ein weiterer Vorteil solcher Fahrten ist die Reduzierung der Kosten.

    2. Fünftägige Klassenfahrten:

      Fünftägige Klassenfahrten werden im Normalfall ab Klasse 7 durchgeführt. Sie dienen der Festigung der Klassengemeinschaft. Bevorzugte Ziele sind innerhalb Deutschlands. Diese können sein:

      - Berlin
      - Großstädtetouren: Hamburg, München

      Je nach Interessenlage können auch entferntere Ziele, sportliche und erlebnispä­dagogische Fahrten, z.B. zum Sportpark Worriken (Belgien), durchgeführt wer­den.

    3. Mehr als fünftägige Klassenfahrten:

      Mehr als fünftägige Klassenfahrten werden in der Regel ab Jahrgang 7 als Ski- Fahrten durchgeführt.
      Beispiel: Ahrntal in Südtirol
  1. Schulwandertage:

    Grundsätzlich gilt, dass in jedem Schulhalbjahr für alle Klassen ein verpflichtender, nicht unbedingt unterrichtsgebundender Schulwandertag festgelegt ist. Dieser ist im Jahrespla­ner für das 1. und 2. Halbjahr vorgeschrieben.

    Beispiele dafür sind:

    - Trampolino in Gelsenkirchen,
    - Air-Hop in Essen,
    - Gasometer in Oberhausen,
    - Skihalle in Bottrop,
    - Gruga-Park in Essen,
    - Baldeneysee-Rundfahrt mit der „Weißen Flotte“ in Essen.

11.3 Schulsanitätsdienst

In Kooperation mit dem Roten Kreuz Essen bieten wir eine Erste-Hilfe-AG und einen Schulsanitätsdienst an. Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse können an der Erste-Hilfe-AG teilnehmen. Hier erlernen sie mit vielen praktischen Übungen die Grundlagen der Ersten Hilfe. Abschließend erhalten sie eine entsprechende Bescheinigung des Roten Kreuzes. Im folgenden Schuljahr sind sie dann Mitglied des Schulsanitätsdienstes, der sich um erkrankte oder verletzte Mitschülerinnen und Mitschüler kümmert.

11.4 BuddY-Projekt

Seit dem Schuljahr 2018/19 ist unsere Schule Teilnehmer des buddY-Programms. Vier unserer Fachkräfte werden in diesem Rahmen zu buddY-Coaches für die Schülerinnen und Schüler fortgebildet. BuddYs (buddy = englisch für Kumpel) sind engagierte Schülerinnen und Schüler, die Verantwortung für sich und andere übernehmen und damit einen prägenden Beitrag zur Entwicklung der Lern- und Schulkultur leisten.

In kaum einem europäischen Land ist der Zusammenhang zwischen formalen Bildungsabschlüs­sen und beruflichem Erfolg so stark ausgeprägt wie in Deutschland. Anders als früher entschei­den sich immer mehr Jugendliche mit Abitur für eine Ausbildung. Das Get Ready/buddY-Pro­gramm möchte die Potenziale von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife fördern und ihnen den Übergang in eine Berufsausbildung erleichtern. Das Programm unterstützt die Schülerinnen und Schüler, ihre sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln und bestärkt sie in der Erfah­rung, dass sie ihren Alltag aktiv gestalten können.

Das Get Ready/buddY-Programm setzt bereits in der Schule an, indem es soziales Lernen för­dert. Schülerinnen und Schüler initiieren eigene Projekte, übernehmen Verantwortung und reflektieren ihr Handeln. Durch die Stärkung von Sozialkompetenzen und persönlichem Engagement werden dabei auch Ausbildungsreife und Berufsfindung unterstützt. Als regionaler Kooperationspartner eröffnet die Stiftung TalentMetropole Ruhr darüber hinaus ein vielfältiges Netzwerk weiterer Förderangebote und unterstützt somit die Bildungswege der BuddYs.

EDUCATION Y (einer der fünf Social Partner der OECD in Deutschland) führt in Kooperation mit der Stiftung TalentMetropole Ruhr seit 2012 an inzwischen über 20 Haupt-, Real-, Gesamt- und Sekundarschulen im Ruhrgebiet das Get Ready/buddY-Programm durch.

Unsere buddY-Gruppe, bestehend aus zehn Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10, hat den Schwerpunkt „Berufsorientierung“, sodass die Teilnehmenden sowohl eigene Kompetenzen in diesem Bereich maßgeblich erweitern als auch als Ansprechpartner und Experte („BuddY“) eine Bereicherung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler darstellen. Die BuddY-Coaches treffen sich wö­chentlich mit den BuddYs, um Projekte zu besprechen und zu organisieren. Außerdem gibt es re­gelmäßig außerschulische Aktivitäten.

Hiermit möchten wir die Partizipation an unserer Schule und das Selbstbewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler weiter stärken. Mit der Stiftung TalentMetropole Ruhr und EDUCATION Y als Kooperationspartner werden den Teilnehmenden desweiteren zahlreiche Förderangebote und Vernetzungsmöglichkeiten angeboten.

11.5 „Schule macht fit“

Die Projektwoche findet kurz vor den Sommerferien statt. Projektbeginn ist immer der Freitag der vorletzten Schulwoche und die Projektwoche endet am Mittwoch der letzten Schulwoche mit einem bunten Präsentationstag. Alle Mitglieder des Kollegiums der FDRS bieten alleine oder im Team ein Projektthema an. Es gibt vielfältige Angebote, die die unterschiedlichsten Interessengebiete der Schülerinnen und Schüler ansprechen. Es werden kreative Themen, wie z.B. Marionettenbau, Mosaikarbeiten, sportliche Themen, wie z.B. Selbstverteidigung, Radtouren, wissenschaftliche Themen wie z. B. Unser Universum, Programmieren von Legorobotern, … und vieles mehr angeboten. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus dem Angebot drei Wunschthemen aus. Nicht immer kann der Erstwunsch berücksichtigt werden, aber der Zweit- oder Drittwunsch wird immer ermöglicht. Die Projektgruppengröße beträgt ca. 14 Schülerinnen und Schüler pro Leiter. Die Projektgruppen setzen sich aus Schülern verschiedener Jahrgänge zusammen. Die Projektwoche trägt also ebenfalls dazu bei, dass sich die Schülerinnen und Schüler der FDRS auch außerhalb ihrer eigenen Klasse kennenlernen und Freundschaften geschlossen werden können.

Die Projektwoche „Schule macht fit“ findet ihren Abschluss in einem Präsentationstag, zu dem auch alle Eltern, Freunde und Bekannte der Schülerinnen und Schüler eingeladen werden. Es gibt Ausstellungen, Filmvorführungen, Theateraufführungen, Vorträge, Musik etc..

11.6 Feste und Feiern

An der Franz-Dinnendahl-Realschule finden im Laufe des Schuljahres verschiedene Feste und Feiern statt, die wie der Unterricht auch wichtig für das Schulleben und das soziale Miteinander sind.

Am Mittwoch vor den Sommerferien findet immer der Kennenlernnachmittag für die neuen Fünftklässler/innen statt. An diesem Tag lernen sie die neuen Klassenkameradinnen und
-kameraden sowie die neue Klassenleitung kennen, sie erhalten erste Informationen zur neuen Schule und zum neuen Schuljahr.

Am ersten Schultag werden die neuen Schülerinnen und Schüler dann feierlich in der Aula begrüßt und von der Schulleitung und den Klassenleitungen willkommen geheißen.

Der Tag der offenen Tür findet am Samstag vor dem zweiten Advent statt. An diesem Tag haben interessierte Familien die Chance, sich den Unterricht und die Schule anzusehen, Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen und Kollegen zu führen. Auch ehemalige Schülerinnen und Schüler nutzen diesen Tag gerne, um an ihre alte Wirkungsstätte zurückzukehren.

Am letzten Tag vor den Weihnachtsferien findet traditionell eine Weihnachtsfeier im Klassenverband statt.

Die SV veranstaltet jedes Jahr an Weiberfastnacht eine Karnevalsfeier für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-7 in der Aula. Dabei wird das beste Kostüm prämiert. Verkleidete Kolleginnen und Kollegen tragen in diesem Rahmen zu einer fröhlichen Karnevalsstimmung bei.

Die Abschlussfeier der Zehntklässler findet nach einem Gottesdienst in unserer Aula statt. Die Schülerinnen und Schüler gestalten gemeinsam mit ihren Klassenleitungen die Abschlussfeierlichkeiten, so dass die letzte Feier an der Schule bei jeder Klasse eine individuelle Note erhält.

In der letzten Woche vor den Sommerferien findet unsere Projektwoche „Schule macht fit“ statt, die am Mittwoch vor den Sommerferien mit einem Präsentationstag für alle Beteiligten und Interessierten endet.

Am vorletzten Schultag vor den Sommerferien finden in der Aula die „Belobigungen“ statt. Dabei bekommen die Schülerinnen und Schüler in einem feierlichen Rahmen besondere Auszeichnungen verliehen: Ehrenurkunden vom Sportfest, Zertifikate für ihr ehrenamtliches Praktikum, Zertifikate der französischen DELF-Prüfung und die Belobigungen der Klassenleitungen. Jede Klassenleitung zeichnet zwei Schülerinnen oder Schüler der eigenen Klasse für besondere Leistungen, Verdienste oder soziales Engagement aus. Dies ist immer ein besonderer Moment für die belobigten Schülerinnen und Schüler, der stets mit einem lautstarken Applaus der Mitschüler/innen begleitet wird.

11.7 Schulgottesdienste

Im Rahmen der Fachschaft Katholische und Evangelische Religion werden Schulgottesdienste in Zusammenarbeit mit den katholischen und evangelischen Gemeinden vorbereitet und gefeiert. Die Schülerinnen und Schüler, die am Unterricht der praktischen Philosophie teilnehmen, werden stets eingeladen und nehmen ebenfalls in großer Zahl gemeinsam mit ihren Lehrkräften an den ökumenischen Gottesdiensten teil.

Üblich sind im Schuljahresverlauf folgende Gottesdienste:

  • der Einschulungsgottesdienst für die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen
  • der Gottesdienst in der Adventszeit für die Stufen 5/6, 7/8 und 9/10
  • der Gottesdienst vor Ostern für die Klassen 9/10
  • der Entlassgottesdienst für die 10. Klassen

Die Gottesdienste finden im Wechsel in der katholischen Laurentiuskirche in Steele und in der evangelischen Alten Kirche in Kray statt.

11.8 FDRS-Talentshow

Seit dem Schuljahr 2018/19 findet einmal jährlich eine Talentshow an unserer Schule statt. Diese wird von unseren Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit den Lehrkräften vorbereitet.

Mit der Talentshow möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler auch in ihren außerschulischen Talenten wertschätzen und stärken. Dies machen wir in Anlehnung an unser Leitbild, das das WIR-Gefühl in einer gemeinsamen Veranstaltung bündelt. Jedes Talent oder jede Talentgruppe bekommt eine/n Lehrer/in als Coach, der oder die sie vom Casting bis zum Auftritt begleitet und sowohl mental als auch inhaltlich bestärkend unterstützt.

Die Vielfalt der Talente wird im Showprogramm mehr als deutlich. Es wird getanzt, musiziert, Theater gespielt u.v.m. Abgerundet wird der Abend immer mit einer gemeinsamen Aktion. Im Schuljahr 2018/19 konnten die Schülerinnen und Schüler zu dem Lied „Irgendwas bleibt“ von Silbermond symbolisch für ihre Klasse einen Becher bunten Sand in ein Gefäß gießen, so dass am Ende ein buntes Gesamtbild zu sehen war. Dies soll wie die gesamte Talentshow die Verbundenheit, die Vielfalt und das Gemeinschaftsgefühl an unserer Schule zum Ausdruck bringen.

11.9 FDRS-Info-App

In den vergangenen Jahren hat sich die Art und Weise der Kommunikation deutlich verändert. Die FDRS-Info App wurde entwickelt, um einen neuen, verlässlichen und zeitgemäßen Kommu­nikationskanal zwischen Schule und Elternhaus zu schaffen. Die App steht kostenlos im Google Play Store (Android) und Apple Store (IOS) zum Download bereit. Entwickelt wurde die App von Susanne Zeumer (Schulsozialpädagogin) in Kooperation mit der Firma APPACK in Mann­heim. Seit dem Schuljahr 2018/2019 ist die App in Betrieb und entwickelt sich ständig weiter.

Inhalte/Module der APP:

  • Terminfunktion – Die Terminfunktion dient dazu, alle wichtigen Termine der Schule oder einzelner Klassen, wie z. B. Wandertag, Tag der offenen Tür, Prüfungen oder El­ternsprechtage, mitzuteilen sowie einzusehen. Termine können direkt in den eigenen Handykalender übertragen werden.
  • Ansprechpartner – Das Modul Ansprechpartner vermittelt den Kontakt per Email oder Telefon zu wichtigen Ansprechpartnern in der Schule.
  • Push-Nachrichten – In Echtzeit erhalten die Eltern dringliche Informationen. Diese Funk­tion wird eingesetzt, um die Eltern beispielsweise über einen verkürzten Schultag bei extremer Hitze oder Unwetter zu informieren.
  • Chats – Jede Klasse hat einen eigenen Chatraum, um Nachrichten die nur relevant für die Klasse sind zu versenden. Die Chaträume sind durch einen PIN gesichert, sodass nur El­tern oder Lehrer einer Klasse Zugriff haben (EU-DSGVO konform).

Die App ist Teil der Schulentwicklung im Bereich digitaler Kommunikation mit neuen Medien.

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12. Berufsorientierung

Die Vorbereitung für eine Berufswahl ist eine der zentralen Aufgaben der Schulform Realschule, wobei hier zunächst der prozessuale Charakter der Berufswahlorientierung in den Mittelpunkt gerückt wird. Die Berufswahlorientierung soll kontinuierlich erfolgen. Dies sieht die Franz-Dinnendahl-Realschule durch die evaluative Anwendung eines durchgängigen Konzeptes von der 5. bis zur 10. Klasse gegeben, indem eine nachhaltige und ganzheitliche Entwicklung von Schülerinnen und Schülern gefördert wird.

Über Information, Beobachtung und Erkundung, ferner durch Erleben realer sachlicher und menschlicher Bezüge werden Schülerinnen und Schüler zu grundlegenden Einsichten der Arbeits- und Wirtschaftswelt sowie zu berufsspezifischen Einblicken herangeführt. Am Ende dieses Prozesses soll eine selbstständige Entscheidung der einzelnen SchülerInnen für einen Beruf stehen. Dies bedarf einer Individualisierung der Elemente der Berufswahlvorbereitung.

Die Landesinitiative „KAoA - Kein Abschluss ohne Anschluss" unterstützt die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen beim Übergang Schule-Beruf. Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch eine effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Jugendliche und ihre Eltern werden dabei auf dem Weg in die Berufswelt nachhaltig unterstützt.

Folgende Darstellung gibt einen Überblick über den Prozess der Berufs- und Studienorientierung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen für die Sekundarstufe I:

Prozess der Schulischen Berufs- und Studienorientierung

Das vollständige Konzept zur Berufsorientierung finden sie ebenfalls auf unserer Homepage. Für Rückfragen steht Ihnen jederzeit unser Koordinator für Studien- und Berufsorientierung, Herr Weller, per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zur Verfügung.

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13. Beratung

Unter Beratung ist im Allgemeinen ein Gespräch mit dem Ziel, eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen zu verstehen.

Beratung soll Schülerinnen und Schülern die bestmögliche Entwicklung ermöglichen und zur Entfaltung ihrer besonderen Begabungen und Interessen, zu sozialer Verantwortlichkeit und zur Überwindung von Benachteiligung beitragen. Zur Zielerreichung können auch gewinnbringende Beratungsanlässe mit allen an Schule beteiligten Personen oder außerschulischen Partnern bei­tragen. Je schwieriger ein Problem ist, desto wichtiger und aufwendiger ist häufig ein durch Be­ratung begleitender Lösungsversuch.

Neben der Gestaltung von Lösungsversuchen von Problemen haben wir auch verschiedene Prä­ventionsberatungen.

Im Folgenden sind einige Personen mit ihrer besonderen Rolle bzw. Funktion und damit verbun­denen Aufgaben als Berater eigeninitiativ zu werden aufgeführt:

Alle Fachlehrerinnen und Fachlehrer, Klassenleitung, Schulleitung, Schulsozialarbeiter, SV-Lehrer, Beratungslehrer, Klassenpflegschaftsvorsitzende, Klassensprecher, …

Und wer wird beraten?

Natürlich unsere Schülerinnen und Schüler, Eltern und Erziehungsberechtigte, Kolleginnen und Kollegen, ...

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14. Außerschulische Partnerinnen und Partner

Arche Noah Essen

Wir an der Franz-Dinnendahl-Realschule sind uns der Bedeutung der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern bewusst. Wir wirken mit Personen und Einrichtungen unseres Umfeldes zur Erfüllung des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrages zusammen. Schule als Lern- und Lebensort bedeutet auch Öffnung von Schule gegenüber der Stadt und des Bezirks. Im Sinne dieser Öffnung von Schule stellt die Kooperation und Vernetzung mit außerschulischen Partnern eine vielfältige Bereicherung des Schullebens an der Franz-Dinnendahl-Realschule dar.

Um unseren Bildungs- und Erziehungsauftrag angesichts der Herausforderung des gesellschaftlichen Wandels gerecht zu werden, brauchen wir als Schule außerschulische Partner. Durch die Zusammenarbeit mit dem Arche-Noah-Projekt Essen werden unserer Schule viele Chancen eröffnet.

Respekt, Toleranz, Offenheit: Dafür stehen wir an der Franz-Dinnendahl-Realschule und ebenso das Arche-Noah-Projekt. Seit September 2019 sind wir Partnerschule der Arche Noah Essen. Beim Fest der Arche Noah Essen gestalteten wir auf dem Kennedyplatz gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern ein eigenes Schulzelt und zeigten dort für welche Werte wir als Schule einstehen. Darüber hinaus beteiligen wir uns an der Franz-Dinnendahl-Realschule bei der Begegnung im Gespräch in Kray.

Wie möchten wir in unserem Bezirk miteinander leben? Welche Regeln sollten für jeden gelten? Um diese Fragen drehte sich die Begegnung im Gespräch. Vertreterinnen und Vertreter von Religionsgemeinschaften, Politik und Zivilgesellschaft aus Kray trafen sich im Krayer Rathaus und stellten ihre zuvor separat entwickelten Miteinander-Lebens-Regeln (MLR) vor. Wir formulierten gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern unsere Miteinander-Lebens-Regeln. Anschließend kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem redaktionellen Prozess erneut zusammen und entwickelten aus den unterschiedlichen Regeln eine gemeinsame Fassung. Abschließend fand eine feierliche Unterzeichnung der gemeinsamen Fassung durch die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinschaften und Gruppen statt. Die Miteinander-Lebens-Regeln (MLR) sind ein partizipatives Projekt der Arche Noah Essen. Unser Anliegen ist es, diese Grundsätze nicht nur in unserem Schulleben zu verankern, sondern darüber hinaus gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern in unseren Stadtteil Kray zu tragen. Ziel ist eine aktive Stadtteilarbeit, um ein vielseitiges Netzwerk auszubauen, von dem wir gegenseitig profitieren.

Miteinander leben in Kray

1. Wir leben Respekt.

Wir behandeln jeden, wie wir selbst behandelt werden möchten: ohne Vorurteile und Ablehnung.

2. Wir leben Offenheit.

Wir sind offen für unsere Mitmenschen und achten auf einen ehrlichen Dialog, um unsere Ängste vor Unbekanntem zu überwinden. Wir verstehen die Vielfalt in unserem bunten Stadtteil als Chance.

3. Wir leben Wertschätzung.

Wir heißen jeden willkommen und gehen freundlich, höflich und liebevoll miteinander um. Zur Freude am Zusammenleben bringen wir unsere gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck.

4. Wir leben Gemeinschaft.

Wir vertrauen und helfen uns gegenseitig und übernehmen Verantwortung für unsere Gemeinschaft. Wir leben, reden und feiern zusammen!

5. Wir leben Achtsamkeit.

Wir gehen mit offenen Augen durch unseren Stadtteil. Tatkräftig und sorgfältig schützen wir unser Umfeld, unsere Umwelt und die Natur.

6. Wir leben Solidarität.

Wir treten mutig füreinander ein und machen uns stark für die Schwachen. In unserer Gemeinschaft engagieren wir uns für ein friedliches Miteinander.

7. Wir leben Kray.

Wir gestalten bewusst unsere Zukunft und schaffen einen lebens- und liebenswerten Stadtteil.

Wir lieben Kray!

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